Nachruf auf Gustav Heinemann

Vor 40 Jahren starb Gustav Heinemann, Bundespräsident von 1969 bis 1974.
Von ihm stammt der Satz: "Die Obrigkeit ist nicht mehr unser Herr, sie soll unser Diener sein!"

Haben Sie diesbezüglich persönliche Erfahrungen gemacht? Können Sie uns gerne über "Kontakte" mitteilen.

Spatenstich Kindergarten Regenbogen: Hans Janser und Wolfgang Hartwig waren dabei.

Die starke Beteiligung der Hennefer Bevölkerung (immerhin 622 gezählte

 

Teilnehmer) an der Gegendemonstration gegen die Demo der "Identitären

 

Aktion" am Dienstag, den 7. Juni war ein von den Unabhängigen

 

unterstütztes, klares Signal, dass solche Umtriebe in Hennef nicht

 

gewünscht sind.

 

 

 

Ein wenig befremdet allerdings das Banner am Hennefer Rathausbalkon mit

 

der Aussage. "Hennef ist bunt!". Hier handelt es sich um einen

 

missratenen, nicht zu Ende gedachten Werbespruch der SPD. Wer jemals in

 

der Schule etwas über Farbenlehre gehört hat, weiß natürlich auch, dass

 

die Farbe "braun" zu bunt dazugehört. Das wird die SPD doch wohl sicher

 

nicht gemeint haben?

 

Stattdessen hätten die Unabhängigen sich an dieser Stelle den letzten

 

Satz aus der "Kölner Erklärung" gewünscht, der da auf Hennef gemünzt

 

lautet: "Hennef bleibt gastfreundlich!". Diese Aussage ist nicht

 

parteipolitisch gebunden und kann eigentlich von jedem Hennefer

 

bedenkenlos unterschrieben werden.

 

 

 

Ersten Aussagen zufolge haben anlässlich der Demonstration die Bündnis/Grünen angeblich etwas über die Stränge geschlagen. Anstatt das braune Häuflein (Achtung: Wortspiel!) schlicht und einfach zu ignorieren, ist aus dem Rathaus heraus eine Wasserbombe zum Einsatz gekommen, von Stinkefingern begleitet. Soviel Beachtung haben die Demonstranten einfach nicht verdient. Ganz im Gegenteil, das ist genau das, was die braunen Herrschaften provozieren wollen. Die Reaktion der verirrten Demonstranten folgte auf dem Fuße: Strafanzeige gegen Werfer und Zeiger!

 

Daraus kann man lernen, dass man das Gesetz nicht in eigene Hände nehmen

 

sollte!

 

Nach der Hauptausschusssitzung vom 13.6. sind wir aber klüger geworden. Der Bürgermeister hat darüber informiert, dass die Wasserbombe nicht aus dem Fraktionsbüro der Grünen, sondern vielmehr aus der Damentoilette geworfen wurde. Da Toiletten aller Art parteipolitisch nicht gebunden sind, kann man den Grünen auch keinen Vorwurf machen.

 

Gemeinsame Erklärung des Bürgermeisters der Stadt Hennef
und der im Rat der Stadt Hennef vertretenen Parteien
CDU, SPD, Die Unabhängigen, Bündnis90/Die Grünen, FDP und Die Linke
Eingedenk
 unserer demokratischen und freiheitlichen Verfassung und der Lehren,
die wir aus der Geschichte unseres Landes ziehen,
 der unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte als
Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der
Gerechtigkeit in der Welt,
 der offenen, toleranten und gleichberechtigen Lebensweise in Hennef,
 der Gastfreundschaft und des großen ehrenamtlichen Engagements, mit
dem Flüchtlinge und Schutzsuchende in Hennef aufgenommen und
betreut werden
lehnen wir jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Herabwürdigung und
Ausgrenzung sowie den Missbrauch der Meinungsfreiheit für Ablehnung,
Intoleranz, Hass und Ausgrenzung ab. Wir setzen uns für einen offenes,
demokratisches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen in
Hennef ein.
Wir respektieren das Recht auf Meinungs‐ und Demonstrationsfreiheit und
begrüßen es, wenn viele Bürgerinnen und Bürger sowie die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der Hennefer Stadtverwaltung ein Zeichen für Toleranz und
gegen Rassismus und rechte Hetze setzen.
Jeder ist eingeladen, sich am 7. Juni um 12:30 Uhr im Sinne dieser
gemeinsamen Erklärung einer friedlichen Gegendemonstration anzuschließen
und ein Zeichen der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens aller
Menschen gegen die für diesen Tag angekündigte Demonstration der extremen
Rechten vor dem Rathaus zu setzen.
Hennef, den 1. Juni 2016

Zwei neue Dezernenten für Hennef     TEIL 2  

 

Die Welt aus Sicht der Unabhängigen (Nach der Mitgliederversammlung der SPD)



Normalerweise kann uns Unabhängigen ja eine Mitgliederversammlung der SPD ziemlich egal sein. Ist eben ein anderer Verein!
Die Presseberichte zu dem Thema (nachzulesen z. B. im Rhein-Sieg-Anzeiger vom 29.4.2016, Seite 32) reizen aber zu einem Kommentar!

Fangen wir mal mit einem Rätsel für die Genossen an: Wer kennt die Bibel, hier Lukas Kapitel 15 Vers 1, 3, und 7?         (Auflösung folgt weiter unten)

Was passieren kann, wenn man wie die SPD in Hennef Parteibuchwirtschaft betreibt, kann man sehr schön am Schicksal des Kölner Sylvesterpolizeipräsidenten ablesen. Da wird jemand mit Hilfe des Parteibuches in eine Position gehievt, für die er anscheinend nicht qualifiziert war. Das Ergebnis ist allgemein bekannt, wir haben einen neuen Präsidenten.


In Hennef wäre ja beinahe etwas ähnliches passiert. Da geht die SPD (Originalton: wir sind hier die zweitstärkste Fraktion!) bei der CDU Klinkenputzen, es war ja doch ein Pöstchen zu vergeben. Leider hat man sich dann anderenorts (in der Sache Kleinfeldchen) unbotmäßig verhalten, was letztlich dazu führte, dass jemand anderes auf die Stelle gesetzt wurde, was auch für die Stadt die bessere Wahl ist.
Nun hat die SPD ja verlauten lassen "Wir müssen wieder mehr in der Sache streiten, konstruktiv, aber klar!". Da fragt man sich doch gleich, wie das denn bei dem Postengeschachere war? Sachlich sicher nicht, konstruktiv oder auch nur klar, nein das auch nicht! Aber die guten Vorsätze wollen wir mal anerkennen.
Dann drohen die SPDisten auch noch damit "dem Haushalt nur zuzustimmen, wenn es dem Bürgermeister gelingt, eine Perspektive aufzuzeigen, um aus den roten Zahlen herauszukommen".  Wenn ich mich recht entsinne, hat der Stadtrat bei Zustimmung der SPD mit dem  Haushalt für 2016 ein Haushaltssicherungskonzept beschlossen. Das ist nichts anderes als gerade eben die "Perspektive, aus den roten Zahlen herauszukommen!"
Hat die SPD das nicht verstanden? Sieht nicht so aus.

Des Bibel-Rätsels Lösung:

1Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören.

3Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:

7Es ist mehr Freude im Himmel über einen reuigen Sünder, als über 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

Ob unser Bürgermeister das auch so denkt ist ungewiss, aber vielleicht gehen die Genossen einmal in sich, denken nach und tun Buße!

 

Zwei neue Dezernenten für Hennef

 

Die Welt aus Sicht der Unabhängigen

 

Zu unserem großen Bedauern verstarb im Oktober 2015 der damals amtierende Beigeordnete Stefan Hanraths. Eine Nachfolgeregelung war hier unumgänglich geworden, die dann vom Rat auch im November beschlossen wurde. Auf Betreiben der SPD  sollten jetzt, wie in der Vergangenheit schon einmal, zwei Beigeordnete sich die Arbeit teilen. Wir Unabhängige haben da Zweifel an der Notwendigkeit, haben den Beschluss aber letztendlich mitgetragen. Die SPD beklagt sich nun nach der Wahl, nachdem ihr Favorit aus dem Rennen ausgeschieden ist, über die Ergebnisse mit der Überschrift: „Tiefpunkt der politischen Kultur!“.
Hier stellt sich ja wohl die Frage, ob eine Partei  ein Anrecht auf einen bestimmten Posten hat, ob eine bestimmte Partei „in der Verwaltungsspitze vertreten sein muss“,  was das alles überhaupt mit „Kultur“ zu tun hat oder ob bei der Wahl eines leitenden Mitarbeiters in der Verwaltung nicht vielmehr  die Qualifikation den Ausschlag gibt?   
Nicht, dass die SPD solche Wünsche nach Vertretung öffentlich in der Ratssitzung geäußert hätte, nein, dies geschah unbemerkt von der Öffentlichkeit in aller Stille.
Eigentlich schon bedenklich, dass die CDU ein solches Vorgehen toleriert, es ist doch sicher eher im Sinne der Stadt und ihrer Bürger,  für diese Funktionen die Besten auszuwählen. Es spricht aber ja erst einmal nichts dagegen, dass auch die SPD gute Leute in ihren Reihen hat.
Die Anforderungen an die Bewerber wurden nun in einen Anzeigentext gegossen, vom Rat im November 2015 so beschlossen und in der Presse veröffentlicht.
Nachdem die Zahl der Bewerbungen  das zu bewältigende Maß überschritten hatte, hat der Ältestenrat im Februar 2016 in seiner Sitzung eine Vorauswahl von jeweils drei Bewerbern für die beiden zu vergebenden Stellen getroffen. Diese haben sich dann im Personalausschuss vorgestellt, um eine Beschlussempfehlung an den Rat zu ermöglichen. Schon hier haben Unabhängige und Grüne Bedenken wegen der fehlenden Qualifikationen zu der Vorauswahl von CDU und SPD geäußert und diese Bedenken durch Gegenstimmen deutlich gemacht.
Nun kam als Zwischenschritt der Planungsausschuss am 2. März unmittelbar vor der entscheidenden Ratssitzung. Hier lehnte die SPD aus für die Unabhängigen nicht nachvollziehbaren Gründen sowohl den Flächennutzungsplan wie auch den Bebauungsplan im „Kleinfeldchen“ in Bausch und Bogen ab. Diese Querschüsse führten nun zu erheblichem Unmut in der CDU, die sich hier nicht am Nasenring durch die Manege führen lassen wollte. Als Konsequenz wurde in der CDU der Fraktionszwang bei der Abstimmung über die Dezernenten in der am 7. März folgenden Ratssitzung aufgehoben.
Es kam, was kommen musste: Unabhängige und Grüne legten  ihre schon im Personalausschuss geäußerten Bedenken  bezüglich des SPD-Bewerbers offen, es wurde geheime  Abstimmung beschlossen und in dieser Abstimmung der SPD-Kandidat gekippt.

 

Das ist vom menschlichen Standpunkt aus gesehen sehr traurig, beschädigt ist nämlich nun der  sehr sympathische Kandidat der SPD. Und das hat er ausgerechnet noch der SPD mit ihrem fragwürdigen Verhalten in Verbindung mit dem „Kleinfeldchen“ zu verdanken.
Lesen und vergleichen Sie gerne auch die Verlautbarungen der anderen Parteien im Hennefer Stadtrat!

 

Die Informationen dazu finden Sie hier:  http://www.hennef.de/index.php?id=254   (Auf dieser Seite die entsprechenden Parteilogos anclicken!)

 

ENGAGIERT

KOMPETENT

ANDERS