Der Horstmannsteg und kein Ende …

 

Am 28.02.2015 wurde von Seiten der Verwaltung dem Rat der Stadt Hennef und seinen Ausschüssen ein Gutachten zum Zustand des Horstmannsteges vorgelegt und daraufhin Abriss und Neubau beschlossen. Nachdem nun der BUND gegen diesen Baubeschluss Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht hat, ist der Neubau in Gefahr.
Die Unabhängigen erklären dazu (und hier sind wir völlig einig mit dem Bürgermeister der Stadt Hennef):

 

Die stark sanierungsbedürftige Brücke, die Hennef mit dem Ortsteil Allner verbindet, soll 2017 an gleicher Stelle neu gebaut werden. Gegen diesen Beschluss der Hennefer Kommunalpolitik im letzten Jahr hatte auch der Landschaftsbeirat des Kreises keine Bedenken und stimmte deshalb einer Befreiung von den Verboten des Landschaftsplans zu.
An diesem Verfahren war der BUND beteiligt!

Der BUND hat während der Phase der Planung im Arbeitskreis des Landschaftsbeirates weder Alternativvorschläge noch Einwände zum Neubau des Horstmannstegs geäußert!
Wenn der BUND jetzt versucht das ganze Vorhaben nachträglich mit einer Klage zu torpedieren, kostet das nicht nur Steuergelder, denn die jetzt notwendigen neuen Gutachten muss die Allgemeinheit bezahlen, sondern kann auch dazu führen, dass die für 2017 zugesagten Landesfördermittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro verloren gehen. Eine weitere Preissteigerung für die Hennefer Bürger!
Der Horstmannsteg ist eine wichtige Verbindung zwischen dem Zentralort und den nördlichen und östlichen Teilen der Stadt, insbesondere für Allner, gerade für Schüler, Fußgänger und Radfahrer.
 Darüber hinaus ist er auch Bestandteil des Siegtalradweges. Sollte der Horstmannsteg nicht neu gebaut werden können, muss die Brücke gegebenenfalls aus sicherheitstechnischen Gründen in naher Zukunft gesperrt werden. Das wiederum würde den Pkw-Verkehr verstärken. Fußgänger, wenn es sie denn überhaupt noch gäbe, und insbesondere Radfahrer müssten sich über die mit 1,20 M nicht eben breite Siegquerung im Zuge der B478 quälen. Wer sich dann nicht mehr dem Risiko dieser Brückenquerung aussetzen möchte, wird dann gezwungen die stark befahrene Bröltalstraße mit dem PKW zusätzlich zu belasten!

 

Ob das alles im Sinne des Klägers BUND ist, darf doch füglich bezweifelt werden!

 

Nachdem nun die Allner Bürger sich dank der Initiative des Heimat- und Verschönerungsvereins zu einer machtvollen Demonstration zusammengefunden haben, soll nachfolgend auch noch eine Informationsveranstaltung am 19. April 2017 auf dem Stadtsoldatenplatz in Hennef stattfinden.

 

Diese Veranstaltung ist, wie in der Presse angekündigt, öffentlich! Sicherlich wird man dem BUND an diesem Tage auch gerne Gelegenheit gegeben, sich zu der Angelegenheit zu äußern. Die erste Reaktion des BUND auf die Terminankündigung war allerdings etwas beleidigt: „Man habe ihn ja nicht persönlich eingeladen“! An dieser Stelle muss man doch einmal festhalten, dass „alle Bürger“ zu der Veranstaltung eingeladen sind und selbstverständlich auch der BUND!
Immerhin ist die Veranstaltung ja nur wegen der Klage des BUND auf die Beine gestellt worden.
Da der BUND offensichtlich der einzige ist, der am Neubau etwas auszusetzen hat, wäre es doch seine ureigenste und vornehme Aufgabe gewesen, zu einer solchen Informationsveranstaltung einzuladen.
Aber das macht ja Arbeit, klagen kostet dagegen nichts!

 

 

 

Ein Blick auf den Stadtplan zeigt deutlich, welche unhaltbaren Argumente der BUND und Herr Baumgartner als sein Vertreter ins Feld führt: „die Brücke führt zu unnötigen Eingriffen in den prioritär geschützten FFH-Lebensraumtyp des Weichholz-Auenwaldes“. (Zitat aus General-Anzeiger vom 27.03.2017)
Links im Bild erkennt man deutlich den Horstmannsteg als dunklen Strich in Richtung Allner, von Weichholz-Auenwäldern sieht man allerdings keine Spur. Ein paar müde Weiden so zu nennen, ist doch sicher zu hoch gegriffen.
Auch der als Klagegrund benutzte „Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling“ dient nur ungern als Argument. Ist doch klar: wenn es ihn dort vor Ort gibt, hat ihn die alte Brücke nicht gestört und dann ist der Verdacht naheliegend, dass ihn der neue Horstmannsteg auch nicht stören. Gibt es ihn aber nicht, dann ist es vollständig sinnlos auf die Brücke zu verzichten!

 

Meinen jedenfalls die Unabhängigen!